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Mitteilungen und Verfahren

17.04.2013

Von: Nikolai Odebralski

Milde Strafe für Einfuhrschmuggel von 3 Kilo Kokain

Das Landgericht Kassel verurteilte den von der hiesigen Kanzlei vertretenen Angeklagten wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Ist das nun wenig oder viel? Die Antwort ist recht leicht zu finden, wenn man sich bewusst macht, dass die Mindestfreiheitsstrafe gewöhnlich schon bei 5 Jahren liegt....

Konkret wurde dem Angeklagten zur Last gelegt, in 3 Fällen einen Betäubungsmittelkurier aus Holland in Empfang genommen zu haben. Hier habe er von diesen jeweils 1 Kilo Kokain entgegengenommen und dieses für einen Dritten - also den Hintermann - gewinnbringend weiterveräußert zu haben. Das eingenoommene Geld habe er dann an den Hintermann sowie andere Beteiligte weitergegeben und so den Ankauf von weiteren Betäubungsmitteln finanziert.

Dieses Geschehen wurde sodann angeklagt als bandenmäßiges Handeltreiben mit BtM, wie schon gesagt beträgt die Mindestfreiheitsstrafe hierfür 5 Jahre.

Durch geschicktes Aussageverhalten gelang es sodann, den Strafrahmen noch in den bereich eines sog. minder schweren Falles herunter zu drücken und auf diesem Weg sogar ein Jahr unter dem Regelstrafrehmen zu landen.

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