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Mitteilungen und Verfahren

25.04.2014

Von: Nikolai Odebralski

schwerer Missbrauch von Widerstandsunfähigen: Bewährung

Ein junger Mann ist in Duisburg knapp einer vollstreckbaren Haftstrafe entgangen, die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte ihm den schweren sexuellen Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person vorgeworfen; hierfür sieht das Gesetz gewöhnlich eine vollstreckbare Freiheitsstrafe vor.

 

Konkret war dem Beschuldigten vorgeworfen worden, sich nach einer Studentenparty einvernehmlich mit einer Freundin ins Bett gelegt zu haben; hier war es dann zu der strafbaren Handlung gekommen, welche im April 2014 vor dem Schöffengericht Duisburg zur Verhandlung anstand. 

Nun ist es zunächst so, dass der Gesetzgeber für dieses Delikt einen Strafrahmen von mindestens 2 Jahren vorsieht. Die Krux daran: Haftstrafen von über 2 Jahren können nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.

Es galt somit in dem Verfahren, für den - schon seit Beginn vollumfänglich geständigen - jungen Mann möglichst auf eine Bestrafung hinzuwirken, welche jedenfalls die Mindeststrafe nicht übersteigt. Den Weg in die Bewährungsstrafe (und somit in die Freiheit) ebnete ein mit der Geschädigten geschlossener sog. Täter-Opfer-Ausgleich, in dessen Rahmen sich der junge Mann nicht nur ausdrücklich für die Tat entschuldigte, sondern auch einen höheren Betrag als Entschuldigung bezahlte. 

Glücklicherweise hat auch die Geschädigte die Tat mittlerweile verarbeitet und erklärte in der Verhandlung, sie könne sich vorstellen, in Zukunft weiter ein normales Leben zu führen. Zudem wolle sie auch nicht, dass der Mann für das, was er gaten habe, ins Gefängnis kommt.

Dementsprechend konnte das Verfahren schnell und für alle Beteiligten zu einem zufriedenstellenden Abschluss geführt werden. Lob gab es am Ende sogar noch vom Staatsanwalt: "Gut verteidigt, Herr Rechtsanwalt".

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