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Mitteilungen und Verfahren

17.09.2014

Von: Nikolai Odebralski

gefährliche Körperverletzung: Freispruch (AG Weimar)

Nach der Anklageschrift sollte mein Mandant im Rahmen einer Auseinandersetzung einen Freund mit einer Tasse angegriffen und diesen verletzt haben. Da der Beschuldigte zu dieser Zeit zudem gerne und viel Ankohol trank, stand zugleich die Frage der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt nach § 64 StGB im Raum.

 

Der Tatvorwurf konnte sich im Rahmen der Hauptverhandlung sodann aber nicht bestätigen.

Denn so sagten unbeteiligte Zeugen aus, dass sich die Handlung so jedenfalls nicht zugetragen haben könnte. zu unterschiedlich waren im Ergebnis die möglichen Tatvarianten, eine Verurteilung konnte auf die unterschiedlichen Angaben der - zum Zeitpunkt der vermeintlichen Tatbegehung in erheblichem Maße angetrunkenen - überzeugen jedenfalls nicht gestützt werden.

Zudem konnte das Gericht auch keine hinreichend zuverlässigen Feststellung dazu treffen, dass bei meinem Mandanten noch eine akute Alkoholproblematik gegeben war. Somit war die Frage der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt im Ergebnis auch für alle Beteiligten klar.

Im Ergebnisfür wurde mein Mandant sodann nach drei Verhandlungstagen am Amtsgericht Weimar von Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung vollumfänglich freigesprochen, zudem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt nicht angeordnet.

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