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Mitteilungen und Verfahren

05.03.2015

Von: Nikolai Odebralski

Prozessauftakt: Staatsanwaltschaft fordert Sicherungsverwahrung (Augsburg)

Für wegen vermeintlicher "Gefährlichkeit für die Allgemeinheit" hat die Staatsanwaltschaft Augsburg zu Prozessbeginn die Unterbringung des Beschuldigten in der Sicherungsverwahrung nach § 66 StGB gefordert.

 

Im Rahmen des Hauptverfahrens wird dem Beschuldigten schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in einer Mehrzahl von Fällen, einfacher sexueller Missbrauch, falsche Verdächtigung sowie Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie vorgeworfen.

Es handelt sich hierbei nicht um die ersten Vorwürfe, insgesamt sind sechs ähnliche Anklageschriften aus verschiedenen Gerichtsbezirken zu gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung über die Anordnung der Sicherungsverwahrung verbunden worden.


Das Landgericht Augsburg hat nunmehr insgesamt elf Verhandlungstage angesetzt um den Sachverhalt umfassend aufzuklären und sich ein Bild von der Persönlichkeit des Beschuldigten zu machen.
Aufgrund der geständigen Einlassung des Beschuldigten, welcher sich seit Prozessbeginn vor nunmehr über einem Jahr in Untersuchungshaft befindet, ist eine Verurteilung am Ende des Verfahrens sicher.

Die Frage für die Verteidigung ist maßgeblich, ob es gelingt, die drohende Sicherungsverwahrung abzuwenden.

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