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Mitteilungen und Verfahren

03.04.2015

Von: Nikolai Odebralski

Vergewaltigungsvorwurf gegen Ex-Freund: Verfahren eingestellt (Schwerin)

Als "wenig lebensnah" sah die Staatsanwaltschaft Schwerin die seitens einer Jugendlichen gegen ihrer Ex-Freund erhobenen Vorwürfe an und stellt das Verfahren sodann mangels Tatverdachts ein.

 

Es sei - so die Staatsanwaltschaft - schon mit dem Verhalten tatsächlicher Opfer derartiger Straftaten nicht in Einklang zu bringen, dass nach dem vermeintlichen Vorfall die Beziehung offenbar fortgesetzt wurde, ohne dass hieraus Konsequenzen gezogen worden wären.

Im Rahmen der polizeilichen Aussage hatte die junge Frau nach einer Trennung behauptet, seitens meines Mandanten festgehalten und zum geschlechtlichen Verkehr gedrängt worden zu sein.

Mein Mandant bestritt den Vorwurf nachhaltig und gab an, stets in diesen Dingen mit seiner Freundin einvernehmlich gehandelt zu haben.

Nach Abgabe einer umfassenden Verteidigerschrift und Herausarbeitung der Widersprüchlichkeiten in den Aussagen sowie der Würdigung allgemeiner Erfahrungswerte, wurde das Verfahren sodann mangels Tatverdacht eingestellt.

Seitens der Verteidigung liegt der Verdacht einer so genannten retrospektiven Verzerrung nahe, bei welcher originär als einvernehmlich erlebte Ereignisse in der rückblickend in Erinnerung verzerrt und als nicht mehr einvernehmlich erinnert werden. Derart dürfte es auch hier gewesen sein...

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