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Mitteilungen und Verfahren

13.07.2016

Von: Nikolai Odebralski

Missbrauch: Vorwürfe der Stieftochter nachweislich unrichtig (Frankfurt a.M.)

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat das Verfahren gegen einen 50 jährigen (Patchwork-) Familienvater nach umfangreichen Ermittlungen mangels Tatverdachts eingestellt. Die Vorwürfe seiner Stieftochter wegen sexuellem Missbrauch hatten sich letztlich als unwahr erwiesen; Hintergrund der Vorwürfe dürften Rivalitäten innerhalb der Familie gewesen sein.

Das Ermittlungsverfahren hatte dem Familienvater aus Frankfurt völlig unvorbereitet getroffen als Polizeibeamte vor seiner Haustür erschienen und ihn aufforderten, sie zur Polizei zu begleiten. Auf seine Nachfrage hin ob es sich um einen Scherz handele und warum es überhaupt gehe hat man ihm mitgeteilt, das wisse er schließlich selbst am besten: Hintergrund der Maßnahme sei der wiederholte sexuelle Missbrauch zum Nachteil seiner jüngsten Stieftochter.

Völlig irritiert tat der Mann instinktiv das Richtige, verweigerte zunächst die Aussage und mandatierte eine auf diesem Gebiet erfahrene Fachkanzlei im Bereich der Sexualdelikte mit der Wahrnehmung seiner Interessen in dieser sensiblen Angelegenheit.

Nach Akteneinsicht, einer eingehenden Auseinandersetzung mit den Vorwürfen selbst sowie der familiären Situation wurde sodann eine umfassende Verteidigerklärung aufgesetzt, welche der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main das gesamte Geschehen noch einmal aufbereitete und von allen Seiten beleuchtet.

Das daraufhin in Auftrag gegebene aussagepsychologische Gutachten war hinsichtlich der Aussage recht eindeutig: die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs basieren wahrscheinlich nicht auf einem tatsächlichen Erleben sondern wären nach der Art und Weise vorbringen sowie den Inhalt der Vorwürfe eher internationaler Natur. Dies bedeutet, dass die Vorwürfe mit einem bestimmten Ziel vorgebracht sein müssten, dass das Mädchen die rudimentär geschilderten Handlung tatsächlich erlebt hat, erschien selbst der erfahrenen aussagepsychologischen Sachverständigen "sehr fernliegend".

Sodann geht für den Mann ein nunmehr nahezu 16 Monate andauerndes Martyrium und einer Zeit der Ungewissheit zu Ende. 

 

 

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