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Mitteilungen und Verfahren

20.07.2016

Von: Nikolai Odebralski

Vergewaltigung: Aussagen widersprüchlich, Verfahren eingestellt (Duisburg)

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat sich der Auffassung der Verteidigung vollumfänglich angeschlossen und das Ermittlungsverfahren gegen einen jungen Schwarzafrikaner wegen Vergewaltigung mangels Tatverdachts eingestellt.

Das Ermittlungsverfahren war in Gang gekommen, nachdem das sexuell geprägte Verhältnis zwischen meinem Mandanten und der jungen Frau von Seiten meines Mandanten beendet worden war.

Hintergrund dessen war der Umstand, dass mein Mandant sich zu der Frau nicht mehr hingezogen fühlt, und sich einer anderen zugewendet hatte. Kurze Zeit nach Ende der Beziehung fiel der verschmähten Geliebten dann ein, dass sie bei einer Gelegenheit von meinem Mandanten zum Geschlechtsverkehr gedrängt worden sein wollte. Infolgedessen erstattete sie mit Jahres 2015  Strafanzeige gegen meinen Mandanten bei der Polizeidirektion Duisburg wegen Vergewaltigung.

Die Ermittlungsakte, welche sodann hier einging, hatte bis zu diesem Zeitpunkt wenig sinnvolles zu Tage gefördert; daher wurden seitens der Verteidigung im Hinblick auf den bestehenden Vorwurf der Vergewaltigung umfassende Nachermittlung angeregt.

Nachdem diese durchgeführt worden waren wurde noch einmal umfassend zu dem gesamten Vorwurf Stellung genommen und das gesamte Geschehen - insbesondere die sog. Entstehungsgeschichte der Vorwürfe - vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung oberster Gerichte zu Sexualdelikten sehr kritisch gewürdigt. Dieser Auffassung schloss sich sodann auch die Staatsanwaltschaft Duisburg an und stellte das Verfahren wegen Vergewaltigung gegen meinen Mandanten mangels Tatverdachts ein.

Ob es zu einer Strafanzeige gegen die Anzeigeerstatterin wegen falscher Verdächtigung und Vortäuschung einer Straftat kommen wird, bleibt abzuwarten. Mein Mandant hat hieran jedenfalls kein Interesse mehr und möchte mit dieser Angelegenheit abschließen. Er und seine Freundin, für welche er die Anzeigeerstatterin damals verlassen hatte, erwarten Ende des Jahres ihr erstes Kind.

Ich und meine Kanzlei wünschen alles Gute für die Zukunft.

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