Sexualdelikte –

(Tätigkeitsschwerpunkt der Kanzlei)

Sexuelle Nötigung

Wer eine andere Person

  • mit Gewalt,

  • durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder

  • durch Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer gegenüber dem Täter schutzlos ist,

nötigt, sexuelle Handlungen (lesen Sie hierzu auch den Artikel: sexuelle Handlung - was ist das?) des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird nach § 177 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft. In minder schweren Fällen beträgt die Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren (§ 177 Abs. 5 StGB). In solchen Fällen liegt eine sexuelle Nötigung vor. Besteht der Verdacht, dass es im Rahmen des behaupteten Geschehens zu einem "Eindringen in den Körper des Opfers" gekommen ist, liegt tatbestandlich eine Vergewaltigung vor.

Da bei derartigen Sachverhalten regelmäßig nur zwei Personen beteiligt sind, kommt es häufig zu einer Konstellation Aussage-gegen-Aussage.

Hier sind dann zunächst die Angaben der/des vermeintlich Geschädigten sorgfältig zu analysieren und eine individuelle Verteidigungsstrategie auszuarbeiten. Denn nicht selten treten in der Aussage der Anzeigeerstatterin Widersprüche hervor, welche das behauptete Geschehen der seuellen Nötigung fraglich erscheinen lassen. Da die geschädigte Person zu dem behaupteten Übergriffe regelmäßig mehrmals aussagen muss, sind die einzelnen Aussagen zueinander ins Verhältnis zu setzen. Hier ist dann kritisch zu überprüfen, ob die Angaben nachvollziehbar erscheinen oder nicht. Die Aufgabe eines guten Strafverteidigers ist es hierbei – natürlich nur, soweit die Tatvorwürfe von dem Beschuldigten bestritten werden -, die Angaben des vermeintlichen Opfers mit guten Argumenten anzuzweifeln.

Hier sind Kenntnisse der Aussagepsychologie eine unabdingbare Voraussetzung erfolgreicher Arbeit. So sollte überprüft werden, ob die Angaben wissenschaftlichen Anforderungen an eine reale Aussage entsprechen. Soweit dies nicht der Fall ist, sind die zu Tage tretenden Widersprüche aufzuzeigen und deren Ursache kritisch zu hinterfragen.

Bewertet man die Angaben der vermeintlich geschädigten Person als glaubhaft, so sollte ein offenes Gespräch zwischen Verteidiger und Mandanten erfolgen, in welchem der Mandant auf das Risiko des Bestreitens aufmerksam gemacht wird. Letztlich liegt die Wahl jedoch bei dem Mandanten, in dessen Dienst sich der Verteidiger letztlich stellen sollte. Jedoch sollte auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass in einigen Fällen das einräumen der Tatvorwürfe ein gängiger Weg sein könnte, um eine öffentliche Hauptverhandlung oder eine möglichst milde Bestrafung wegen der im Raum stehenden sexuellen Nötigung zu vermeiden und im Ergebnis eine milde Strafe zu erhalten (lesen Sie hierzu auch den Beitrag: Verteidigungsstrategien).

Rechtsanwalt Odebralski ist mir der Bearbeitung von Sexualstrafverfahren vertraut. Treten Sie bei derartigen Vorwürfen die Flucht nach vorne an und rufen Sie ich an unter der Telefonnummer

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